Kupfer Wirkung und Kupfermangel

Kupfer gehört zu den essenziellen Spurenelementen und wird im Körper zwar nur in kleinen Mengen benötigt, ist aber an zahlreichen wichtigen Vorgängen beteiligt. Während Mikronährstoffe wie Magnesium, Zink oder Eisen häufig im Mittelpunkt stehen, wird Kupfer vergleichsweise wenig beachtet.

Dabei benötigt unser Organismus Kupfer unter anderem für die Energiegewinnung, die Blutbildung, das Nervensystem, die Bildung von Bindegewebe und verschiedene antioxidative Schutzmechanismen.

Besonders interessant ist die enge Verbindung zwischen Kupfer, Zink und Eisen. Diese Mikronährstoffe wirken nicht unabhängig voneinander. Eine dauerhaft sehr hohe Zinkzufuhr kann beispielsweise die Aufnahme von Kupfer beeinträchtigen. Gleichzeitig kann ein gestörter Kupferstoffwechsel Auswirkungen auf die Verwertung von Eisen haben.

Deshalb lohnt es sich gerade bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, nicht nur einzelne Nährstoffe zu betrachten, sondern auch deren Zusammenspiel.

1. Welche Aufgaben hat Kupfer im Körper?

Kupfer als Bestandteil wichtiger Enzyme

Ein wesentlicher Teil der Wirkung von Kupfer beruht darauf, dass es Bestandteil beziehungsweise Cofaktor verschiedener Enzyme ist. Diese sogenannten kupferabhängigen Enzyme übernehmen Aufgaben in unterschiedlichen Stoffwechselwegen.

Dazu gehören unter anderem Prozesse der:

  • Energieproduktion
  • Blutbildung und des Eisenstoffwechsels
  • Funktion des Nervensystems
  • Bildung und Stabilisierung von Bindegewebe
  • antioxidativen Schutzmechanismen

Der Körper benötigt daher eine ausreichende, gleichzeitig aber gut regulierte Kupfermenge. Sowohl ein ausgeprägter Kupfermangel als auch eine übermäßige Anreicherung können physiologische Prozesse beeinträchtigen.

Kupfer für Energie und Zellstoffwechsel

Kupfer spielt auch für die Energieproduktion innerhalb der Mitochondrien eine wichtige Rolle.

Unter anderem ist es Bestandteil der Cytochrom-c-Oxidase, eines Enzyms der mitochondrialen Atmungskette. Diese ist wesentlich an der Bildung von ATP beteiligt – jener Energieform, die unseren Zellen unmittelbar zur Verfügung steht.

Ein deutlicher Kupfermangel kann daher unter anderem mit verminderter Belastbarkeit und Müdigkeit einhergehen. Allerdings sind solche Beschwerden sehr unspezifisch und können zahlreiche andere Ursachen haben.

💡 Was sind Mitochondrien? Was ist ihre Aufgabe? Das erfahren Sie in meinem Blog-Post unter > Mitochondrien Stärken: Der Schlüssel zu mehr Energie und Vitalität

Nervensystem und Bindegewebe

Auch das Nervensystem ist auf eine ausreichende Kupferversorgung angewiesen. Bei einem ausgeprägten und länger bestehenden Mangel können deshalb neurologische Veränderungen auftreten, beispielsweise Empfindungsstörungen, Muskelschwäche oder eine Unsicherheit beim Gehen.

Darüber hinaus wird Kupfer für die Funktion der Lysyloxidase benötigt. Dieses Enzym ist an der Vernetzung von Kollagen und Elastin beteiligt und spielt damit eine Rolle für die Stabilität von Bindegewebe, Blutgefäßen und anderen kollagenhaltigen Strukturen.

Kupfer und antioxidativer Zellschutz

Kupfer ist außerdem Bestandteil der Kupfer-Zink-Superoxiddismutase (Cu/Zn-SOD). Dieses Enzym gehört zu den körpereigenen antioxidativen Schutzsystemen und hilft dabei, reaktive Sauerstoffverbindungen zu entschärfen.

Bereits an diesem Beispiel wird deutlich, wie eng verschiedene Mikronährstoffe zusammenarbeiten: Für die Funktion dieses Enzyms werden sowohl Kupfer als auch Zink benötigt.

2. Kupfer, Eisen und Blutbildung

Kupfer und Eisen sind metabolisch eng miteinander verbunden.

Eisen ist vor allem als Bestandteil des Hämoglobins und damit für seine Bedeutung beim Sauerstofftransport bekannt. Damit Eisen im Organismus jedoch richtig mobilisiert und transportiert werden kann, sind auch kupferabhängige Prozesse notwendig.

Ein ausgeprägter Kupfermangel kann deshalb den Eisenstoffwechsel beeinträchtigen und unter bestimmten Umständen zu einer Anämie beitragen.

Bei auffälligen Eisenwerten kann es daher sinnvoll sein, nicht ausschließlich die Eisenzufuhr zu betrachten, sondern auch andere Faktoren des Mikronährstoffstoffwechsels einzubeziehen.

Welche Rolle spielt Ceruloplasmin?

Ein wichtiger Parameter in diesem Zusammenhang ist Ceruloplasmin.

Ceruloplasmin wird hauptsächlich in der Leber gebildet und transportiert einen großen Teil des Kupfers im Blut. Gleichzeitig besitzt es eine wichtige Funktion im Eisenstoffwechsel.

Seine Ferroxidase-Aktivität unterstützt die Umwandlung von Eisen in eine Form, die anschließend an Transferrin gebunden und im Körper transportiert werden kann.

Ceruloplasmin ist deshalb sowohl für die Beurteilung des Kupferstoffwechsels als auch für das Verständnis der Verbindung zwischen Kupfer und Eisen interessant.

Allerdings sollte der Wert nicht isoliert interpretiert werden. Ceruloplasmin kann beispielsweise auch durch Entzündungsprozesse beeinflusst werden.

Wenn Eisenprobleme mit Kupfer zusammenhängen

Natürlich beruht nicht jede Anämie oder jeder auffällige Eisenwert auf einem Kupfermangel.

Relevant kann der Kupferstatus jedoch insbesondere dann werden, wenn trotz scheinbar ausreichender Eisenversorgung Auffälligkeiten bestehen oder zusätzliche Risikofaktoren für einen Kupfermangel vorliegen.

Statt Eisen über längere Zeit einfach auf Verdacht einzunehmen, ist es bei unklaren Befunden sinnvoller, nach der tatsächlichen Ursache zu suchen.

Je nach Situation können neben klassischen Parametern des Eisenstoffwechsels wie Ferritin und Transferrin daher auch Kupfer und Ceruloplasmin berücksichtigt werden.

Kupfer Zink Eisen Verbindung

3. Kupfer und Zink – warum die Balance wichtig ist

Besonders interessant ist das Zusammenspiel von Kupfer und Zink.

Beide Spurenelemente interagieren unter anderem bei der Aufnahme im Darm. Eine dauerhaft einseitige Versorgung kann deshalb das Gleichgewicht verändern.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Mensch ein bestimmtes starres Kupfer-Zink-Verhältnis erreichen muss. Entscheidend sind vielmehr die tatsächliche Versorgung, die Ernährung, mögliche Supplementierungen und die individuelle gesundheitliche Situation.

Kann zu viel Zink einen Kupfermangel begünstigen?

⚠️ Ja. Eine langfristig hohe Zinkzufuhr kann einen Kupfermangel begünstigen.

Zink steigert in den Darmzellen die Bildung eines Proteins namens Metallothionein. Dieses bindet Kupfer besonders stark.

Das gebundene Kupfer verbleibt dadurch vermehrt in den Darmzellen und gelangt nicht in ausreichendem Umfang in den Organismus. Werden die Darmzellen im Rahmen ihrer natürlichen Erneuerung abgestoßen, wird auch das darin gebundene Kupfer ausgeschieden.

Problematisch kann dies insbesondere bei der langfristigen Einnahme hoch dosierter Zinkpräparate werden.

Wer über längere Zeit größere Mengen Zink supplementiert, sollte deshalb berücksichtigen, dass dadurch die Kupferversorgung beeinflusst werden kann.

Mehr ist bei Mikronährstoffen nicht automatisch besser

Das Zusammenspiel von Kupfer und Zink verdeutlicht ein grundsätzliches Problem bei der ungezielten Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

⚠️ Mehr von einem bestimmten Nährstoff bedeutet nicht automatisch einen größeren gesundheitlichen Nutzen.

Mikronährstoffe bilden komplexe Netzwerke. Zink, Kupfer, Eisen, Selen, Magnesium und verschiedene Vitamine beeinflussen unterschiedliche Enzyme und Stoffwechselwege.

Eine gezielte Supplementierung sollte deshalb möglichst auf die Ernährung, die individuelle Situation und – wenn erforderlich – geeignete Laborparameter abgestimmt werden.

Kupfermangel durch Zink

4. Kupfermangel: Ursachen und mögliche Symptome

Ein Kupfermangel ist vergleichsweise selten, kann aber insbesondere bei bestimmten Risikokonstellationen auftreten.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • eine unzureichende Kupferzufuhr
  • Störungen der Nährstoffaufnahme im Verdauungstrakt
  • bestimmte Erkrankungen oder operative Eingriffe am Verdauungssystem
  • eine langfristig sehr hohe Zinkzufuhr
  • eine ungünstige Kombination verschiedener Nahrungsergänzungsmittel

Müdigkeit, Blässe und verminderte Leistungsfähigkeit

Die möglichen Symptome eines Kupfermangels sind häufig unspezifisch.

Müdigkeit, Blässe und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit können beispielsweise im Zusammenhang mit Veränderungen der Blutbildung auftreten.

Diese Beschwerden kommen jedoch ebenso bei Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel, Schilddrüsenerkrankungen und zahlreichen weiteren Ursachen vor. Ein Kupfermangel lässt sich deshalb anhand von Symptomen allein nicht zuverlässig erkennen.

Neurologische Beschwerden

Ein ausgeprägter und länger bestehender Kupfermangel kann auch das Nervensystem beeinträchtigen.

Möglich sind unter anderem:

  • Sensibilitätsstörungen
  • Muskelschwäche
  • Koordinationsprobleme
  • Veränderungen des Gangbildes

Neurologische Beschwerden sollten grundsätzlich medizinisch abgeklärt werden. Bei einem schweren Kupfermangel ist eine frühzeitige Erkennung besonders wichtig, da länger bestehende neurologische Veränderungen möglicherweise nicht vollständig reversibel sind.

Darm und Aufnahmestörungen

Nicht immer liegt das Problem in einer zu geringen Aufnahme von Kupfer über die Nahrung.

Auch eine gestörte Resorption im Verdauungstrakt kann dazu führen, dass dem Organismus nicht ausreichend Kupfer zur Verfügung steht.

Erkrankungen oder operative Eingriffe, welche die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen, können das Risiko eines Mangels erhöhen. In solchen Fällen kann selbst eine grundsätzlich ausreichende Kupferzufuhr über die Ernährung möglicherweise nicht genügen.

Wenn Nahrungsergänzungsmittel das Gleichgewicht verschieben

Auch Nahrungsergänzungsmittel können paradoxerweise zu einem Mikronährstoffungleichgewicht beitragen.

Besonders relevant ist die bereits erwähnte langfristige Einnahme hoher Zinkmengen.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Wer mehrere Präparate miteinander kombiniert, nimmt möglicherweise denselben Mikronährstoff über verschiedene Produkte auf. Dadurch können unbemerkt deutlich höhere Mengen zusammenkommen als ursprünglich beabsichtigt.

Ein Blick auf die Gesamtzufuhr aller verwendeten Präparate kann deshalb sinnvoll sein.

5. Kann auch zu viel Kupfer problematisch sein?

Kupfer ist lebensnotwendig – in übermäßiger Menge kann es jedoch ebenfalls problematisch werden.

Der Körper verfügt deshalb über Regulationsmechanismen, mit denen Aufnahme, Transport, Speicherung und Ausscheidung kontrolliert werden.

Eine krankhafte Kupferanreicherung kann beispielsweise bei bestimmten genetischen Erkrankungen auftreten. Aber auch eine unnötige oder übermäßige Supplementierung sollte vermieden werden.

Warum Kupfer nicht auf Verdacht eingenommen werden sollte

Unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme reichen nicht aus, um daraus einen Kupfermangel abzuleiten.

Eine hoch dosierte Kupfersupplementierung ohne nachvollziehbaren Grund kann wiederum das empfindliche Gleichgewicht verschiedener Spurenelemente beeinflussen.

Besteht ein konkreter Verdacht auf einen Kupfermangel, sind daher Anamnese, Ernährung, bisherige Supplementierung und gegebenenfalls Laboruntersuchungen sinnvoller als eine Einnahme auf Verdacht.

Morbus Wilson – eine besondere Störung des Kupferstoffwechsels

Eine besondere Erkrankung in diesem Zusammenhang ist Morbus Wilson.

Dabei handelt es sich um eine seltene genetisch bedingte Erkrankung, bei der die Ausscheidung von Kupfer über die Galle gestört ist. Dadurch kann sich Kupfer insbesondere in der Leber, aber auch im Gehirn und anderen Organen anreichern.

Morbus Wilson zeigt sehr deutlich, weshalb Kupfer weder pauschal als „gut“ noch als „schlecht“ betrachtet werden sollte. Entscheidend sind die richtige Menge und ein funktionierender Kupferstoffwechsel.

6. Wie lässt sich die Kupferversorgung überprüfen?

Bei begründetem Verdacht können Laboruntersuchungen helfen, den Kupferstoffwechsel besser einzuschätzen.

Je nach Fragestellung können unter anderem bestimmt werden:

Ein einzelner Laborwert sollte allerdings nicht losgelöst vom Gesamtbild interpretiert werden.

Entzündungen, hormonelle Einflüsse, Erkrankungen und weitere Faktoren können einzelne Parameter verändern. Bei speziellen Fragestellungen können deshalb zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein.

7. Welche Lebensmittel enthalten viel Kupfer?

Eine abwechslungsreiche Ernährung kann wesentlich zur Kupferversorgung beitragen.

Zu den kupferreichen Lebensmitteln gehören beispielsweise:

  • Leber und andere Innereien
  • Schalentiere
  • Kakao
  • Nüsse
  • Samen
  • verschiedene Hülsenfrüchte

Welche dieser Lebensmittel sinnvoll in die Ernährung integriert werden können, hängt natürlich von der individuellen Ernährungsweise und Verträglichkeit ab.

Bei gesunden Menschen lässt sich der Kupferbedarf häufig gut über eine abwechslungsreiche Ernährung decken.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Jugendliche und Erwachsene für eine angemessene Zufuhr einen Schätzwert von 1,0 bis 1,5 mg Kupfer pro Tag anK.

Lebensmittel mit viel Kupfer
Kupferreiche Lebensmittel

Wann kann eine Supplementierung sinnvoll sein?

Eine gezielte Supplementierung kann beispielsweise bei einem nachgewiesenen Mangel oder bei bestimmten Risikokonstellationen in Betracht kommen.

Dabei sollten jedoch Ursache, Dosierung und Dauer berücksichtigt werden.

Insbesondere wenn gleichzeitig Zinkpräparate verwendet werden, lohnt sich ein Blick auf die Gesamtversorgung. Ziel sollte nicht sein, möglichst hohe Mengen verschiedener Spurenelemente einzunehmen, sondern eine bedarfsgerechte Versorgung zu erreichen.

8. Kupfer aus ganzheitlicher Sicht

Kupfer zeigt besonders anschaulich, wie eng verschiedene Mikronährstoffe miteinander verbunden sind.

Ohne ausreichend Kupfer kann der Eisenstoffwechsel beeinträchtigt werden. Eine dauerhaft sehr hohe Zinkzufuhr kann wiederum die Kupferaufnahme reduzieren. Und bei antioxidativen Enzymsystemen wie der Cu/Zn-SOD arbeiten beide Spurenelemente sogar unmittelbar zusammen.

Eine ganzheitliche Betrachtung der Mikronährstoffversorgung berücksichtigt deshalb nicht nur einzelne Laborwerte, sondern beispielsweise auch:

  • Ernährung
  • Verdauung und Resorption
  • Medikamente
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • mögliche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Mikronährstoffen
  • individuelle Beschwerden und Vorerkrankungen

Gerade bei langfristiger Einnahme höher dosierter Präparate kann es sinnvoll sein, die Versorgung nicht ausschließlich nach allgemeinen Empfehlungen auszurichten.

9. Fazit: Bei Kupfer kommt es auf die richtige Balance an

Kupfer ist ein häufig unterschätztes Spurenelement mit vielfältigen Funktionen. Es wird unter anderem für die mitochondriale Energiegewinnung, das Nervensystem, die Bildung von Bindegewebe, antioxidative Schutzmechanismen und den Eisenstoffwechsel benötigt.

Besonders interessant ist das Zusammenspiel mit anderen Mikronährstoffen.

Eine langfristig hohe Zinkzufuhr kann die Kupferversorgung beeinträchtigen. Gleichzeitig zeigt die Verbindung zwischen Kupfer und Eisen, weshalb auffällige Blut- oder Eisenwerte nicht immer isoliert betrachtet werden sollten.

Kupferreiche Lebensmittel können wesentlich zu einer ausreichenden Versorgung beitragen. Eine gezielte Supplementierung kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, sollte jedoch nicht allein aufgrund unspezifischer Beschwerden erfolgen.

Am Ende kommt es also nicht darauf an, möglichst viel Kupfer, Zink oder Eisen aufzunehmen. Entscheidend ist eine bedarfsgerechte Versorgung und ein ausgewogenes Zusammenspiel der verschiedenen Mikronährstoffe.

In meiner Naturheilpraxis in Witten können wir Beschwerden, Ernährung, bisherige Supplementierung und – je nach Fragestellung – geeignete Laborwerte gemeinsam betrachten.

Sie möchten Ihre persönliche Situation gerne genauer abklären lassen? Ich freue mich auf ein Kennenlerngespräch mit Ihnen!


10. Häufige Fragen zu Kupfer

Welche Symptome können bei Kupfermangel auftreten?

Ein ausgeprägter Kupfermangel kann unter anderem mit Müdigkeit, Blässe, verminderter Leistungsfähigkeit, Veränderungen der Blutbildung sowie neurologischen Beschwerden wie Sensibilitätsstörungen oder Muskelschwäche einhergehen. Da diese Symptome viele andere Ursachen haben können, lässt sich daraus allein kein Kupfermangel ableiten.

Kann Zink einen Kupfermangel verursachen?

Eine langfristig hohe Zinkzufuhr kann die Aufnahme von Kupfer im Darm beeinträchtigen und dadurch einen Kupfermangel begünstigen. Relevant ist dies insbesondere bei längerfristiger Einnahme hoch dosierter Zinkpräparate.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Kupfer?

Kupfer findet sich unter anderem in Innereien, Schalentieren, Kakao, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten. Bei einer abwechslungsreichen Ernährung lässt sich der Bedarf bei gesunden Menschen häufig über Lebensmittel decken.

Welche Laborwerte können bei Verdacht auf Kupfermangel bestimmt werden?

Je nach Fragestellung können unter anderem Kupfer im Serum beziehungsweise Plasma und Ceruloplasmin untersucht werden. Da einzelne Werte durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden können, sollten sie immer im Zusammenhang mit weiteren Befunden beurteilt werden.

Sollte man Kupfer zusammen mit Zink einnehmen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind die individuelle Versorgung, Ernährung und die Dosierung bereits verwendeter Präparate. Gerade bei längerfristiger Einnahme höherer Zinkmengen kann es sinnvoll sein, auch die Kupferversorgung im Blick zu behalten.